Tolcapon

 

(= T.), [PHA], T. inhibiert selektiv und reversibel die Aktivität des Enzyms Catecholamin-O-Methyltransferase (COMT) und verhindert dadurch die Metabolisierung der Katecholamine. Unter dem Handelsnamen Tasmar® ist es zur Kombinationsbehandlung mit Levodopa/Benserazid oder Levodopa/Carbidopa bei Pat. mit idiopathischem Morbus Parkinson, bei denen starke Fluktuationen in der Beweglichkeit bestehen, zugelassen. In dieser Indikation darf T. aufgrund des Risikos potenziell letaler, akuter Leberschäden nicht als Präparat der ersten Wahl eingesetzt werden. In den letzten Jahren wurde vermehrt der Annahme des potenziellen Nutzens von T. zur ergänzenden Behandlung von kogn. Symptomen bei Schizophrenien nachgegangen. Hierbei scheint die genetische Charakterisierung von Bedeutung zu sein. Es konnte gezeigt werden, dass T. bei gesunden Pbn mit dem Val/Val(158)-COMT-Genotyp zu einer Verbesserung des Arbeitsgedächtnisses führt, während es bei Personen mit dem Met/Met(158)-COMT-Genotyp zu einer Verschlechterung kommt (Farell et al., 2012). Des Weiteren wurde T. in einer Untersuchung zur Behandlung von pathologischem Spielen (Verhaltenssucht, Grant et al, 2013) eingesetzt. Dabei fand sich eine Symptomreduktion (Abnahme der Werte auf der PG-Yale Brown Obsessive Compulsive Scale, PG-YBOCS), die bei Pbn mit dem Val/Val(158)-COMT-Genotyp deutl. ausgeprägter war.

Referenzen und vertiefende Literatur

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