Trail Making Test (TMT)

 

1992, von R. M. Reitan [BIO, DIA], der TMT wurde 1944 von der US-Armee sowohl als Eignungsverfahren wie auch als Evaluationsstrument für Hirnverletzungen (Hirnschädigung) unter Soldaten verwendet. Es existieren zahlreiche Versionen des TMT, auch für andere Schriftzeichen, weiterhin ist der TMT als Untertest Bestandteil mehrerer neuropsychol. Testbatterien wie z. B. der CERAD. Die Normierung an einer dt.sprachigen Stichprobe wurde von Rodewald et al. (2012) durchgeführt. Darüber hinaus wurde eine computerisierte Version entwickelt: der Trail Making Test Langensteinbacher Version (TMT-L). Der TMT ist ein neurops. Testverfahren zur Erfassung von Aufmerksamkeitsstörungen und exekutiven Dysfunktionen mit einem sehr weiten Verbreitungsgrad. AA Kinder von 9 bis 14 Jahren sowie Erw. ohne Altersangabe. Der TMT ist ein Papier-und-Bleistifttest, der aus zwei Teilen, TMT-A und TMT-B, besteht. Im ersten Teil müssen Zahlen in aufsteigender Reihenfolge verbunden werden und im zweiten Teil Zahlen und Buchstaben alternierend. Es fehlt jedoch eine Einordnung in neuere Konzepte der Neurops., insbes. bzgl. exekutiver Funktionen. Die Interpretation der Testbefunde ist nicht ganz einfach, da neben der kogn. Verarbeitungsgeschwindigkeit sprachliche, exekutive und Aufmerksamkeitskomponenten erfasst werden. Der TMT ist nicht geeignet, um neurops. Differenzierung vorzunehmen, weist aber als Screening-Instrument einen gewissen Nutzen auf. Durchführungsdauer: 4 bis 8 Min.

Verwendete Literatur

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