Transsexualität

 

(= T.) [engl. transsexuality; lat. trans (hin)über], [GES, KLI], bez. die Überzeugung eines Menschen, nicht dem biol., sondern dem Gegengeschlecht anzugehören. Häufig besteht der Wunsch nach hormonellen und chirurgischen Interventionen zur körperlichen Angleichung an das Gegengeschlecht. In den psychiatrischen Diagnosensystemen der ICD und des DSM-IV wird die T. als Störung der Geschlechtsidentität bez. Fachleute plädieren heute aber dafür, T. selbst nicht als psych. Störung, sondern als nicht pathologische Variante der Geschlechtsidentität zu betrachten. Die Ursachen sind unbekannt. Da es bei der T. nicht um eine Variante der sexuellen Orientierung geht (die Partnerwahlen in der neuen Rolle können homo- oder heterosexuell sein), wird heute eher der Begriff Transidentität verwendet. T. ist abzugrenzen vom Transvestismus. Geschlechtsdysphorie, Geschlechtsrollen-Selbstkonzept.

Referenzen und vertiefende Literatur

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