Triangulation

 

(= T.) [engl. triangulation; gr. τρία (tria) drei, lat. angulus Winkel], [FSE], der ursprünglich aus der Vermessungstechnik stammende Begriff steht in den Sozialwissenschaften für eine v. a. von Denzin (1978) entwickelte Methode zur Validierung empirischer Daten: Verschiedene Methoden, Forscher, Untersuchungsgruppen, lokale und zeitliche Settings sowie unterschiedliche theoretische Perspektiven werden in der Auseinandersetzung mit einem untersuchten Phänomen kombiniert. Denzin (1978) unterscheidet dabei vier Formen der T.: (1) data triangulation: Verschiedene Daten werden unter einer gemeinsamen Fragestellung miteinander in Beziehung gesetzt (bspw. gleiche Methode, gleiche Personen, unterschiedliche Zeitpunkte oder gleiche Methode, unterschiedliche Orte, unterschiedliche Personen etc.); (2) methodological triangulation: Kombination versch. Methoden mit nicht identischen Schwächen (z. B. qualit. und quant. Methoden); (3) investigator triangulation: Einbeziehung unterschiedlicher Personen in den Prozess der Datenerhebung und -auswertung zur wechselseitigen Kontrolle der jew. Subjektivität (z. B. Forschungswerkstätten oder Interpretationsgruppen); (4) theory triangulation: Verwendung versch. Theorien zur Überwindung theoretischer Einseitigkeiten und zur Systematisierung der Erzeugung konkurrierender plausibler Interpretationen. Häufig wird die T. weniger als Validierungsverfahren zur Sicherung der Gültigkeit gewonnener Erkenntnisse, sondern vielmehr als Methode, zu einem tieferen Verständnis des Forschungsgegenstandes zu gelangen, angesehen. qualitative Sozialforschung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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