Tyramin

 

(= T.) [engl. tyramine], [PHA], aus Tyrosin durch Decarboxylierung entstehendes biogenes Amin, das seiner Wirkung nach zu den indirekten Sympathikomimetika gehört, die die Verfügbarkeit von Noradrenalin durch Hemmung der Wiederaufnahme erhöhen. Der Sympathikustonus wird dadurch indirekt gesteigert. T. wirkt schwächer, aber länger als Adrenalin und besitzt eine ausgesprochene Kreislaufwirkung, bes. Blutdruckerhöhung. T. ist auch in Nahrung wie Rotwein, fermentiertem Käse, Salami und einigen Gemüsearten (Tomaten, Bananen, Avocado) zu finden, die deren Genuss bei antidepressiver Therapie mit Monoaminooxidasehemmern der ersten Generation wegen Blutdruckerhöhung ausschloss.