Unterrichtseffektivität

 

(= U.) [engl. effectivity of instruction; lat. efficere bewirken, zur Folge haben], [PÄD], bezieht sich auf den Wirkungsaspekt von Unterrichtsqualität und somit auf die Frage, wodurch sich erfolgreicher schulischer Unterricht kennzeichnen lässt. Wirkungen (oder Produkte) des Unterrichts sind Lernergebnisse, die sich durch best. Zielkriterien beschreiben lassen und im Unterricht mehr oder weniger explizit als Lehr- oder Lernziele (Lernziel, Lehrziel) angestrebt werden. Das in der Unterrichtsforschung am häufigsten herangezogene Zielkriterium sind fachliche Kompetenzen (Kompetenz, Leistungen) der Lernenden (meistens Schüler) am Ende einer Lernphase (z. B. Schuljahr) bzw. der Lern- bzw. Leistungszuwachs in diesem Zeitraum. Unterricht wird als effektiv angesehen, wenn er zu guten Leistungsergebnissen oder einem hohen Lernzuwachs bei den Lernenden führt. Daneben gibt es aber auch nicht kogn. Zielkriterien wie die Entwicklung von Schlüssel- oder Sozialkompetenzen (soziale Kompetenzen, soft skills, cross-curricular competencies) sowie erzieherische Wirkungen und Sozialisationseffekte (Sozialisation, Sozialisierung) der Schule wie z. B. Lernfreude, Selbstvertrauen oder die Verringerung von Ängstlichkeit. Durch welche (Prozess-)Merkmale sich ein effektiver Unterricht auszeichnet, wird i. R. des Prozess-Produkt-Ansatzes der Unterrichtsforschung untersucht. Ein wichtiges Thema ist außerdem die Vereinbarkeit versch. Zielkriterien, also die Frage, ob und unter welchen Umständen versch. als wünschenswert erachtete Zielkriterien gleichzeitig erreicht werden können oder ob best. Zielkriterien (z. B. ein hoher Leistungszuwachs) nur auf Kosten anderer (z. B. einer verringerten Lernfreude) erreicht werden können.

Referenzen und vertiefende Literatur

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