Unterrichtsorganisation

 

(= U.) [engl. instructional organisation], [PÄD], hauptsächlich ein Begriff aus dem Bereich der Schule, bezieht sich traditionell auf Lehrerunterricht für Gruppen. Die Schulorganisation liefert den Rahmen für die U. Die Lehrkraft vermag die U. innerhalb dieses Rahmens in gewissem Umfang zu gestalten und füllt mit der von ihr ausgewählten und mit dem Curriculum kompatiblen Didaktik und Methodik die U. aus. Möglichkeiten der Gestaltung von U. sind z. B. die Aufteilung der Anteile von Informations- und Reproduktionsphasen, Änderung von Gruppengrößen, unterschiedliche Zuordnung von Lernaufgaben für Arbeitsgruppen (Binnendifferenzierung (innerhalb eines Klassenverbands) mit Eliteförderung oder remedialem Lernen). Außendifferenzierung ist die unterschiedliche Zuweisung von Lernaufgaben auf Kurse unabhängig vom Klassenverband. Der Einsatz von Medien, die stark individualisieren (z. B. PC-basiertes programmiertes Lernen und entdeckendes Lernen), führen zu Lernabläufen, die zw. den Schülern große Leistungs- und Lernzeitunterschiede erzeugen und deswegen mit der üblichen U. in Schulen nicht verträglich sind. Die unterschiedlichen Formen von U. sind wegen des großen politischen Einflusses auf die Schulorganisation und auf Schulcurricula (z. B. Einrichtung von Gesamtschulen oder eines dreigliedrigen Systems im Sekundarbereich) nicht hinreichend empirisch entwickelt bzw. evaluiert (Bildungsevaluation).