Unterrichtsstörungen, Intervention bei

 

(= I.) [engl. classroom disruptions, interventions], [PÄD], Maßnahmen, die nicht integraler Bestandteil der geplanten Unterrichtsvorbereitung und -führung sind, sondern zur Aufhebung unvorhergesehener Störungen im Unterricht (Unterrichtsstörungen) eingesetzt werden. Hierbei wird die Störung explizit thematisiert. Die Intervention kann sich auf einzelne Schüler (mit oder ohne Beteiligung Dritter, z. B. Eltern) oder die ganze Klasse beziehen. I. auf Klassenebene können direktiv erfolgen, sodass die Lehrkraft Maßnahmen (z. B. Regeln, Formulierung von Verhaltenserwartungen) selbst festlegt (z. B. päd. Verhaltensmodifikation). Alternativ können kooperative I. auf Klassenebene eingesetzt werden, bei der die gemeinsame Auseinandersetzung aller Betroffenen und ggf. unabhängiger Dritter mit dem Ziel der Lösungsfindung im Mittelpunkt steht (z. B. kooperative Methode, Lehrer-Schüler-Konferenz). I. d. R. sollte die Verhaltensänderung aller Beteiligten (z. B. Lehrer und Schüler) bei einem kooperativen Vorgehen als Teil des Lösungsszenarios angestrebt werden. Unterrichtsstörungen, Prävention von.

Verwendete Literatur

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