v. Kries’sche Zonentheorie

 

[engl. Kries theory of colour vision], [BIO, WA], um eine Synthese der Dreikomponententheorie des Farbensehens (Helmholtz) und der Gegenfarbentheorie (Hering) bemühte sich J.v. Kries (1905). Die zw. Netzhaut und Sehsphäre liegenden Einrichtungen bestehen aus mehreren, in ihrer Funktionsweise versch. Zonen. Die Vorgänge in der Netzhaut (peripherer Farbensinn) seien durch die Helmholtz’sche, die in den höheren Zentren (terminaler Farbensinn) durch die Hering’sche Theorie darstellbar. Physiologische Befunde legen die Zonentheorie nahe. Danach wären die fotochemischen Prozesse in den Rezeptoren (Brown & Wald, 1964) entspr. der Dreikomponententheorie, die antagonistischen neuralen Prozesse nach der ersten Synapse in Retina und Gehirn entspr. der Gegenfarbentheorie zu deuten. V. Kries’sche Duplizitätstheorie. Farbwahrnehmung.

Verwendete Literatur

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