Validität, interne

 

[engl. internal validity; lat. interna das Innere], [FSE]Validität einer kausalen Ableitung oder Schlussfolgerung (Kausalität); Voraussetzung dafür, eine Variation der abhängigen Variablen als kausale Folge der Variation einer unabhängigen Variablen zu interpretieren. Shadish et al. (2001) nennen folg. Bedingungen, um aufgrund empirischer Studienbefunde eine kausale Beziehung zw. den untersuchten Variablen ableiten zu können: (1) Die Ursache geht der Konsequenz zeitlich voraus. (2) Es besteht ein Zus.hang zw. den Variablen (Korrelation). (3) Es bestehen keine plausiblen alternativen Erklärungsmöglichkeiten für den beobachteten Zus.hang [engl. nonspuriousness]. Interne Validität wird u. a. durch Verwendung adäquater Kontrollgruppen, Kontrolle weiterer möglicher Einflussvariablen (z. B. Konstanthaltung, Randomisierung; interne Validität, Bedrohungen), Verwendung psychometrisch geprüfter Messinstrumente und Vorher-nachher-Messungen der abhängigen Variablen herzustellen versucht. Das Experiment gilt als Königsweg zur Sicherstellung der internen Validität (randomisierte kontrollierte Studie), während z. B. ein Quasi-Experiment oder eine Korrelationsstudie eine geringere interne Validität besitzen. Je höher die interne Validität einer Studie, desto höher ist die Evidenz für die Ableitung einer kausalen Beziehung. Evidenzbasierung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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