Veränderungsmessung, direkte

 

(= d. V.) [engl. direct assessment of change], [DIA, FSE, KLI], subj. Methode der Erfassung von Veränderungen (Veränderungsmessung, klinische), die nicht auf einem Vergleich von zu unterschiedlichen Zeitpunkten erhobenen Merkmalen (meist State-Merkmalen) basiert, sondern auf der unmittelbaren Einschätzung der Veränderung eines Merkmals durch eine Person. Während bei einer indirekten Veränderungsmessung die Bestimmungen der Veränderung i. d. R. über die Differenzwertbildung zweier Statuserhebungen erfolgt, versteht man somit unter der d. V. eine Vorgehensweise, bei der eine von einer Person subj. erlebte Veränderung direkt auf einer mehrstufigen Skala eingestuft wird, wobei die Aussagen zur Beschreibung der Veränderung in Komparativform gekleidet sind (z. B. gebessert, verschlechtert). Vorteile: entspricht dem menschlichen Urteilen in Relationen zu denken, nur Ein-Punkt-Erhebung nötig u. a., Nachteile: Erinnerungsprobleme, aufwendige Skalenentwicklung u. a. In der Praxis existieren kaum Verfahren (Ausnahme: Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens, VEV). Veränderungsmessung, messtheoretische Aspekte.

Referenzen und vertiefende Literatur

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