Verständlichkeit

 

(= V.) [engl. comprehensibility], [KOG, PÄD, SOZ], V. bezieht sich zum einen auf die Inhaltserfassung von Texten (Lesbarkeit). Bei Unterrichtstexten ist die V. umso eher gegeben, je einfacher Satzbau und Wortwahl sind, je besser die äußere und innere Gliederung des Textes ist, je mehr unnötige Längen vermieden werden und je häufiger Merkmale belebender und anregender Motivation auftreten. Die Messung der V. erfolgt üblicherweise durch geschulte Beurteiler, die auf meist fünfstufigen Skalen ihre Schätzurteile abgeben. V. schreibt man zum Zweiten einer Mitteilung zu, wenn sie von demjenigen verstanden wird (Verstehen), für den sie gedacht ist. V. ist damit keine Eigenschaft der Mitteilung an sich, sondern das Ergebnis des Zusammenspiels von (sozial-)psychol. Merkmalen des jew. Empfängers der Mitteilung (nämlich seiner mitteilungsbezogenen Fähigkeiten und Motive sowie der Situation, in der er sich beim Empfang der Mitteilung befindet), und von semiotischen (Semiotik) Merkmalen der Mitteilung selbst: Die Mitteilung muss (1) inhaltlich geordnet, (2) äußerlich gegliedert und (3) einfach formuliert sein; schwierige Passagen müssen (4) darüber hinaus zusätzlich verdeutlicht, langweilige (5) anregend gestaltet sein. Diesen Bedingungen genügen viele Mitteilungen in unserer Gesellschaft (Wegweiser, Gebrauchsanweisungen, Formulare, Lehrbücher u. a.) nur unzureichend. Kommunikation, Sprachrezeption, Verständlichkeitsforschung.

Referenzen und vertiefende Literatur

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