Versuch und Irrtum

 

[engl. trial-and-error learning], [KOG], Versuch-Irrtums-Lernen, eine von Thorndike (1911) eingeführte Bez. für den Zugewinn pos. Verhaltensmuster. So lernt z. B. ein Tier, einen Futterkasten, der mit mehreren Riegeln verschlossen ist, die in best. Reihenfolge betätigt werden müssen, zu öffnen, indem es in einer Serie von blinden Versuchen durch Zufall die richtigen Griffe anwendet. Gelernt wird die Bewältigung einer solchen Aufgabe nach Thorndike durch das «Gesetz der Wirkung» (law of effect, Gesetz des Effekts), das besagt, dass der erfolgreiche Ausgang eines best. Vorgehens rückwirkend einen günstigen Einfluss auf das Merken desselben ausübt, während der Misserfolg für das Merken der vorhergehenden Handlung einen ungünstigen Einfluss darstellt. Dieser Auffassung von Lernen steht die des Lernens durch Einsicht in die Situation mit spontaner Bewältigung der Aufgabe gegenüber. bedingter Reflex, Skinnerscher Kasten.

Referenzen und vertiefende Literatur

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