Wachstumshormon

 

(= W.) [engl. growth hormone (GH)], syn. Somatotropin, somatotropes Hormon (STH) , [BIO], Hormon, chemisches Polypeptid, gebildet im Hypophysenvorderlappen, von dort über das Blut ins Gewebe transportiert. Die Ausschüttung wird u. a. angeregt durch Hypoglykämie (Insulin), auch durch serotonerge Stimulation (Serotonin) und körperliche und psych. Belastung. W. hat wie die Androgene anabole Wirkungen. Es stimuliert die T-Lymphozyten und Aktivität der natürlichen Killerzellen (NK), die Bildung von Ribonukleinsäuren und die Proteinsynthese und mobilisiert Fett. Bei Jugendlichen steigert W. die Aktivität der Epiphyse, fördert damit das Wachstum. Mangel in der Kindheit führt zu hypophysärem Zwergenwuchs, Überproduktion führt bei Jugendlichen zu Riesenwuchs (Gigantismus), bei Erwachsenen zu Akromegalie. W. wirkt synergistisch zu zahlreichen anderen Hormonen, insbes. Gonadenhormone, Katecholamine. Exogene Zufuhr führt u. U. zu erhöhter Aktiviertheit. Missbrauch in der Drogenszene, therap. bei Magen-Darm-Störungen.

Referenzen und vertiefende Literatur

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