Wegener, Hermann

 

 

(1921-2003), [HIS, PÄD, RF], wurde in Kiel geb. und nach dem Abitur 1939 zum Kriegsdienst eingezogen. 1945 begann er das Studium der Medizin, wechselte zur Ps., promovierte 1949 mit einer Dissertation zu Linkshändigkeit und psychische Struktur zum Dr. phil. 1951 schloss er auch sein Medizinstudium zum Dr. med. mit einer mit einer Untersuchung an 600 Schulkindern zu Händigkeit und Trapeziusursprung, mit der er eine verbreitete Theorie widerlegen konnte, ab. Mit einer motivationspsychol. Untersuchung habilitierte er sich für Ps. und Pädagogik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. 1960 wurde Wegener o. Prof. für Heilpädagogik an der Päd. Hochschule Kiel, 1963 o. Prof. für Pädagogik und Ps. Wegener hat die Geschichte der Ps. in Kiel anschaulich dargestellt (1992). Unter seiner Leitung «begann etwa ab 1963 in Kiel eine – oft übersehene – Blüte der kognitiven Psychologie, besonders der Psychologie des Denkens» (Dörner & Lüer, 2004 ).

Wegener strebte dabei ein kollegiales Verhältnis auch zu Studierenden an. Um so schmerzhafter waren für ihn die Extreme der Studentenbewegung, die im Wintersemester 1969/70 zum Abbruch des Studienbetriebs führten. Wegener richtete 1970 den Kongress der Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) in Kiel aus. In den 1970er Jahren wandte sich Wegener stärker der forensischen Ps. zu. W. wurde Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. 1993 erhielt er die Hugo-Münsterberg-Medaille des Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP). 2003 verstarb Wegener in seiner Heimatstadt Kiel.

 

Referenzen und vertiefende Literatur

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