Werbung, subliminale

 

(= s. W.) [engl. subliminal advertising/persuasion; lat. sub unter, limen Schwelle], [MD, WA, WIR], bei s. W. handelt es sich um die unterschwellige Präsentation von Reizen (Reiz), die in Zusammenhang zu best. Produkten oder Firmen stehen, zum Zweck der Erhöhung des Konsums der so beworbenen Produkte. Um die Werbereize (z. B. Firmenlogos oder Namen von Produkten) unter der Schwelle bewusster Wahrnehmung zu präsentieren, werden sie meist sehr kurz und maskiert (Maskierung) dargeboten. Wohingegen s. W. per se und der kurzfristige Einfluss subliminaler Reize auf die Beantwortung, Bewertung oder Beurteilung nachfolgender Reize inzwischen kaum mehr bestritten werden, ist unklar, ob, ggf. wie lange und wie spezif. s. W. i. S. von Konsumerhöhung wirkt. In der Geschichte der Forschung zu s. W. gab es immer wieder zweifelhafte Exp. und auch fingierte Daten, wie es bei dem sehr prominenten Bsp. des Marketingexperten James Vicary aus dem Jahre 1957 der Fall ist. Vicary behauptete damals, dass er den Konsum von Cola und Popcorn in einem Kino durch den Einsatz von s. W. um ein Vielfaches über den normalen Verkauf steigern konnte. 1962 musste er einräumen, dass er die Daten erfunden hatte. Ein weiteres Problem bei der Forschung zu s. W. ist der Nachweis mittels eines direkten Tests, dass die Reize lediglich subliminal dargeboten wurden. Dieser Nachweis wurde nur in wenigen bisherigen Studien überzeugend geliefert. Die jüngere Forschung zeigt, dass s. W. unter best. Bedingungen tatsächlich effektiv sein kann. Z. B. wird die Wahrscheinlichkeit, dass s. W. wirkt und somit das subliminal beworbene Produkt Konkurrenzprodukten (z. B. ein best. Getränk oder ein best. konzentrationssteigerndes Mittel) vorgezogen wird, erhöht, wenn bereits ein entspr. Bedürfnis vorlag (z. B. Durst oder Müdigkeit und das Bedürfnis, seine Konzentration zu steigern).

Referenzen und vertiefende Literatur

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