Wertbildung

 

(= W.) [engl. value formation], [EM, EW, KOG, PER], durch Imitation und Internalisation fremder Wertvorstellungen und Werte von frühester Kindheit an als auch durch graduelle pos. bis neg., z. T. konditioniert entstandene Eigenerfahrungen (Konditionierung) des Individuums mit seiner mitmenschlichen und objektnahen Umwelt. W. ist ein wesentlicher Teil der Sozialisation. Allen Arten der W. gemeinsam ist die affektiv-emot. Befindlichkeit (Affekt, Emotionen) des Individuums während des Aufbauens von Werthaltungen und Werten. Eberhardt beschreibt am ausführlichsten die Komplexität von Wertentstehung und führt den Begriff der «Werttonbewegung» ein: Das auffälligste Glied oder Element eines Erlebenskomplexes zieht den pos. oder neg. Wertton des Gesamtkomplexes auf sich. Auf diese Weise bilden sich Haftwerte und andere Wertekategorien. Oerter (1966) untersuchte die Entwicklung von Werthaltungen während der Reifezeit. Die W. und die Entwicklung des moralischen Urteils werden von Piaget, Kohlberg und Bruner in Zusammenhang mit der kogn. Entwicklung gebracht. Werthaltung, Werte, persönliche.

Referenzen und vertiefende Literatur

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