Whistleblowing

 

(= W.) [engl. whistleblowing Pfeifen blasen, Alarm schlagen], [SOZ], eine Person, die W. betreibt, ist somit ein Hinweisgeber oder «Skandalaufdecker». Derartige Personen geben ihre Kenntnisse von illegalen, irregulären, illegitimen oder unethischen Praktiken und Zuständen (z. B. gesundheitliche Risiken, Korruption) an die Öffentlichkeit weiter (Medien, Staatsanwaltschaft, Aufsichtsbehörden usw.). Die Motivation der Betroffenen ist deren moralisches Gewissen, das sie nicht einverstanden sein lässt, wenn Fairness, Gerechtigkeit und Unversehrtheit des Lebens nicht gegeben sind oder Nachteile für das Gemeinwesen bestehen. Damit handelt der Whistleblower nicht aus Eigennutz, sondern aus Sorge um das Wohlergehen der Mitmenschen. Meist gehen dem Schritt an die Öffentlichkeit vergebliche Versuche voraus, das eigene Unternehmen zu warnen bzw. die Organisation auf Missstände aufmerksam zu machen. Damit geht ein Whistleblower ein hohes berufliches und existenzielles Risiko ein.