White-Täuschung

 

[engl. White's illusion], [WA], White, 1979; in der Abb. erscheinen die grauen Streifen links heller als rechts, obwohl sie physikal. gleich sind. Bemerkenswert ist hierbei zudem, dass keine Kontrastverstärkung in horizontaler Richtung auftritt: Bei Simultankontrast würde links (bzw. rechts) eine Verdunklung (bzw. Aufhellung) erwartet (Chevreul-Täuschung, Mach’sche Bänder, laterale Hemmung, laterale Inhibition). Erklärungsansätze betonen die Bedeutung von Bildorganisationsprozessen. Bspw. scheint es ausschlaggebend zu sein, dass die grauen Elemente als Unterbrechungen der vertikalen Linien oder als Teil eines vertikal orientierten Musters wahrgenommen werden. Eine Kontrastverstärkung in vertikaler Richtung bei simultaner Unterdückung des Horizontalkontrastes ist mit dem Phänomen kompatibel. Alternativ würde die Wahrnehmung eines aufgehellten (bzw. abgedunkelten) Rechtecks links (bzw. rechts) mit der Helligkeitsempfindung in Einklang stehen. Adelsons Helligkeitstäuschungen, Bressansche Täuschung, Logvinenko-Täuschung, Schlangentäuschung.

Verwendete Literatur

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