Wiederaufnahme von unterbrochenen Handlungen

 

(= W.) [engl. resumption of interrupted tasks], [EM, KOG], bei Handlungsexperimenten, die von K. Lewin angeregt waren, untersuchte Ovsiankina die Wirkungen, die das Unterbrechen einer Handlung zeitigt. Es ergab sich eine deutliche Tendenz zur W., wenn das Handlungsziel, das die Vp sich gesteckt hatte, noch nicht erreicht war. Da Lewin jedem obj. Bedürfnis bzw. Quasi-Bedürfnis, das Voraussetzung zu einer Handlung ist, ein «gespanntes System» zuordnet, erklärt sich die Tendenz zur W. aus der Spannung des zugeordneten Systems, das in Lewins topologischer und Vektorps. (topologische und Vektorpsychologie) ein Vektor ist, der auf die W. oder auf entspr. Ersatzhandlungen gerichtet ist und nach deren Abschluss mit der Spannung des Systems verschwindet. Zeigarnik zeigte, dass sich das Bestehenbleiben eines gespannten Systems bei Unterbrechung von Handlungen auch gedächtnismäßig (Gedächtnis) in einer bevorzugten Erinnerung an die unterbrochenen Handlungen äußert (Zeigarnik-Effekt). Außerdem wurde erkannt, dass der Effekt situationsabhängig ist.

Referenzen und vertiefende Literatur

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