Wirksamkeitsprüfung

 

[engl. effectiveness check/examination], [FSE, KLI], bez. die Untersuchung einer Intervention auf ihre Wirksamkeit hin, wobei es lediglich um die Überprüfung der Wirksamkeit, nicht aber um die Erklärung der Wirkung geht (Moosbrugger & Schweizer, 2002). Bezogen auf die klin. Ps. und Psychotherapie geht es bei der Wirksamkeitsprüfung um die Überprüfung der allg. Wirksamkeit und den Vergleich der Wirksamkeit versch. klin.-psychol. Interventionsmethoden, ihre Effizienz sowie Qualitätssicherung (Lutz & Grawe, 2005). Nicht zuletzt aus ethischer (Ethik, Forschungsethik) und versorgungsökonomischer Perspektive ist eine Wirksamkeitsprüfung in der Psychoth. unabdingbar. Zudem ist diese grundlegend für den Anspruch der Wissenschaftlichkeit von Psychoth. und zur Unterscheidung zw. begründetem und unbegründetem psychoth. Handeln. Die Prüfung der Wirksamkeit psychoth. Interventionen stellt neben der Herausarbeitung der Wirkungsweise (Prozessforschung) einen der beiden Hauptbereiche der Psychotherapieforschung dar (Lutz & Grawe, 2005). Im Engl. werden die Begriffe efficacy, effectiveness (Effektivität) und patient-focused (patientenorientierte Psychotherapieforschung) unterschieden, wobei efficacy die Frage der Wirksamkeit einer Intervention unter spez. standardisierten exp. Bedingungen (Experiment), effectiveness die Frage der Wirksamkeit im klin. Praxisalltag und patient-focused die Wirksamkeit einer Intervention für einen best. Pat. betrifft. Eine Herausforderung der Wirksamkeitsprüfung von Psychoth. stellt die Def. von Erfolgskriterien dar, die sehr stark von der Perspektive, aus der die Wirksamkeit betrachtet werden soll, abhängt.

Referenzen und vertiefende Literatur

Sie sind schon registriert? Zur Anmeldung
Erstellen Sie einen Account um das komplette Literaturverzeichnis einzusehen.