Wissenserwerb

 

(= W.) [engl. knowledge acquisition], [KOG, PÄD], bez. das Lernen (unter kognitionspsychol. Betrachtung) von Sachverhalten der Welt oder der eigenen Person, von Strategien für Problemlösungen (Problemlösen), von Metakognitionen (Reflexion des eigenen Wissens). I. d. R. ist hierfür intentionales Lernen notwendig. Oftmals wird prozedurales Wissen («gewusst wie») und deklaratives Wissen (einzelne Sachverhalte kennen) unterschieden. Strategien des Lehrenden und die des Lernenden (Lehrstrategien, Lernstrategie) beeinflussen den W. bei der Auswahl des Wissensangebots, der Stärke der Zielerreichung und der Integration in bestehende Wissensstrukturen (Mietzel & Rüssmann-Stöhr, 1986, Weidenmann et al., 1986, Gruber, 2008). Strategien des W. (nach van der Meer, 1996) für das Einprägen sind u. a.: primäres Memorieren (z. B. durch Wiederholen) und elaboratives Memorieren (Elaborieren, z. B. durch Umstrukturieren), Abrufen von Informationen durch Wiedererkennen, Reproduzieren oder durch Rekonstruktion sowie Aufbau von Inferenzen (deduktive, induktive oder analoge Einbettung; Schließen, logisches). Didaktische Konzepte versuchen über Instruktionsabläufe (neun Stufen bei Gagné et al., 1992) die erforderlichen kogn. Prozesse aufzubauen. Die psych. Strukturen können als Wissensrepräsentationen (Repräsentation) oder als Wissensarchitekturen bez. werden. Gedächtnis, LehrzielSchema.

Referenzen und vertiefende Literatur

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