Wörterbuch, Wörterbucheinheiten

 

(= W.) [engl. dictionary], [KOG], eine Sprache enthält eine große Zahl lexikaler Einheiten (Wörter, Morpheme), und es ist die Funktion eines W., sie zu listen und alle Informationen (phonologische, syntaktische, semantische usw.) darüber, wie sie in das betreffende Sprachsystem passen, bereitzustellen (Phonologie, Syntax, Semantik (Semiologie)). Es wird zw. praktischen W. und theoretischen W., die Bestandteil linguistischer Theorien (Linguistik) sind und das Wissen des Sprachbenutzers über die lexikalen Einheiten der Sprache abbilden, unterschieden. Zur Unterscheidung von praktischen W. (dictionaries) wird das theoret. W. auch Lexikon (lexicon) genannt. Das Lexikon ist als ungeordnete Liste lexikaler Eintragungen zu denken. Eine lexikale Eintragung enthält die eine lexikalische Einheit konstituierenden Informationen. Diese Informationen sind dreifacher Art: morphologisch als Information über die Wortform (Stamm, Affixe), syntaktisch in Form der syntaktischen Merkmale der Einheit und semantisch als Information über die semantischen Merkmale, d. h. über den Begriff. Dabei werden jene semantischen Merkmale, die die Bedeutung der betreffenden Einheit konstituieren, von jenen getrennt aufgeführt, die besagen, mit welchem Kontext die betreffende Einheit verträglich ist (Selektion). Das Lexikon ist Teil der Semantik. Eine psychol. Theorie darüber, wie das Lexikon arbeitet, gibt Broadbent (1964).

Referenzen und vertiefende Literatur

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