WOOP

 

(= W.), [KOG],  Akronym für [engl.] Wish, Outcome, Obstacle, Plan: Wunsch, Ergebnis, Hindernis, Plan. WOOP ist eine evidenzbasierteImaginationsstrategie, die Menschen nutzen können, um ihre Wünsche zu erkennen und zu erfüllen und Verhaltensweisen gezielt zu verändern. WOOP kombiniert zwei etablierte Selbstregulationsstrategien – die mentale Kontrastierung [engl. mental contrasting] von Zukunft und Realität und Implementierungsintentionen (Wenn-Dann-Pläne, [engl. implementation intentions]). WOOP wird in der wiss. Literatur auch MCII [engl. mental contrasting with implementation intentions] genannt. Es basiert auf dem Phänomen, dass Hindernisse, die uns am meisten vom Erfüllen unserer Wünsche abhalten, zur Wunscherfüllung genutzt werden können. In einer WOOP-Übung identifiziert man zunächst einen wichtigen, machbaren aber herausfordernden Wunsch: «Was will ich wirklich? Was wünsche ich mir für die nächsten Std., die nächste Woche, für mein Leben?» Nun identifiziert man das schönste Ergebnis, das Beste an der Wunscherfüllung und malt sich die entspr. Zukunft aus. Anschließend identifiziert man das zentrale innere Hindernis: «Was ist es in mir das mich davon abhält, mir diesen Wunsch zu erfüllen – Ängste, althergebrachte Überzeugungen, Groll, Trägheit?» Man stellt sich das Hindernis vor, erlebt und imaginiert es. Meist entdeckt man so, wie man am effektivsten das Hindernis überwinden kann. Schließlich entwirft man den Wenn-dann-Plan: «Wenn mein zentrales Hindernis auftritt, dann werde ich das effektive Verhalten zur Überwindung des Hindernisses ausführen.»

WOOP ist eine Zeit und Kosten sparende Strategie, die in allen Lebensbereichen anwendbar ist – um fitter zu werden und gesünder zu essen, für den Erfolg bei der Arbeit oder in der Schule, zur Stärkung der Beziehungen zu Familie und Freunden oder allg., um Einsichten zu gewinnen und Entscheidungen zu treffen. Bspw. kamen Schüler aus benachteiligten Bevölkerungsschichten durch die Anwendung von WOOP regelmäßiger in den Unterricht und bekamen bessere Noten. Mithilfe von WOOP verbesserten ADHS-gefährdete Schulkinder die Qualität ihrer Hausaufgaben und Elftklässler bearbeiteten 60% mehr Übungsaufgaben zur Vorbereitung eines standardisierten Tests. WOOP half Schlaganfallpat., regelmäßig Sport zu treiben und Gewicht zu verlieren, es erhöhte die physische Kapazität von Pat. mit chronischen Rückenschmerzen und gab klin. depressiven Pat. die notwendige Energie, um ihre Aktivitätsziele zu erreichen. WOOP förderte Perspektivenübernahme und Kooperation und es reduzierte Angst und Ärger. Von WOOP profitieren auch Menschen, die die Richtung verloren haben und nicht wissen, wie sie jetzt weitermachen sollen. Genauso hilft es Menschen, die ihr Potential noch weiter ausbauen möchten. WOOP ist für alle Menschen, die vor einer Herausforderung oder schwierigen Veränderung stehen. Für mehr Information zu WOOP s. [www.woopmylife.org].

Referenzen und vertiefende Literatur

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