work/family conflict

 

(= wfc.) [engl. work Arbeit, family Familie, conflict Konflikt], [AO, GES], bezeichnet eine (teilweise) Unvereinbarkeit von beruflichen und familiären Rollen (Rollenkonflikte). Die Ausübung der einen Rolle wird durch die Ausübung der anderen Rolle erschwert (Greenhaus & Beutel, 1985). Je nach Ursprung des W. wird in zwei Richtungen unterschieden: Die Arbeit kann das Privatleben beeinträchtigen (sog. work-to-family conflict) und das Privatleben kann die Arbeit beeinträchtigen (sog. family-to-work conflict; Mesmer-Magnus & Viswesvaran, 2005). Zudem wird in zeit-, beanspruchungs- und verhaltensbasierten wfc. unterschieden. Ein zeitbasierter wfc. tritt auf, wenn die zeitlichen Erfordernisse einer Rolle die Erfüllung der anderen Rolle erschweren (z. B. aufgrund von beruflichen Verpflichtungen nicht an einer Familienaktivität teilnehmen können). Ein beanspruchungsbasierter wfc. resultiert aus Beanspruchungssymptomen, die sich in einer Rolle aufgebaut haben und das Ausüben der anderen Rolle beeinträchtigen (z. B. eine erhöhte Reizbarkeit im Umgang mit Familienmitgliedern aufgrund von beruflichem Stress). Ein verhaltensbasierter wfc. tritt auf, wenn Verhaltensweisen, die nur in einer best. Rolle angemessen sind, auch in der anderen Rolle gezeigt werden (z. B. Familienmitglieder wie untergebene Mitarbeiter behandeln). Das wfc.-Konstrukt spielt eine zentrale Rolle in der Forschung zur Work-Life-BalanceArbeitsbezogene erweiterte Erreichbarkeit, Life-Domain-Balance.

Referenzen und vertiefende Literatur

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