Wortschatz

 

(= W.) [engl. vocabulary, lexis], [KOG], das gesamte einem Menschen zur rezeptiven und produktiven Sprachbenutzung (Sprache, Sprachrezeption, Sprachproduktion) verfügbare Repertoire an Wörtern (Wort); ist weder als endliche noch als situationsunabhängige Größe anzusehen, denn sinnvolle Wortneuschöpfungen und -neukombinationen werden spontan verstanden (Lenneberg, 1972), und die Weite der tatsächlich verwendeten Wortspektren (Meier, 1964) wechselt mit der Höhe des Aktivierungsniveaus in best. Situationen. Passiver und aktiver Wortschatz decken sich in ihrem Umfang nicht. Auch aus sprachstatistischen Erwägungen (Howes, 1964) können absolute Grenzen des W. mit keiner Messung erreicht werden; schon gar nicht mit so begrenzten Stichproben, die zudem bei künstlich isolierter Wortvorgabe nur auf eine Wortsemantik (Engelkamp, 1973) abheben, wie sie in W.tests verwendet werden. Selbst bei Dysphasien (Dysphasie) und Aphasien (Aphasie) können nämlich Entfremdung des Wortsinns und Wortfindungsstörungen mitunter durch die Zugabe eines der semantischen Struktur (Semantik (Semiologie)) entspr. Kontextes deblockiert werden. Deblockierungseffekt.

Referenzen und vertiefende Literatur

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