Z-Substanzen

 

(= Z.) [engl. z substances], [PHA], der Begriff Z. (oder Non-Benzodiazepinhypnotika) ist eine gemeinsame Bez. für ZaleplonZolpidem und Zopiclon, die sich von ihrem Anfangsbuchstaben ableitet. Dabei handelt es sich um Medikamente, die grundsätzlich einen ähnlichen Wirkungsmechanismus wie Benzodiazepine (= BZD) aufweisen, jedoch mit ihnen strukturchemisch nicht verwandt sind. Sie binden an der spezif. BZD-Bindungsstelle des GABAA-Rezeptors, erhöhen dadurch die Rezeptoraffinität für GABA, was zu einer Frequenzsteigerung der Rezeptorkanalöffnung und einer Verstärkung der inhibitorischen Wirkung von GABA im ZNS führt. Z. lassen sich von BZD vom Rezeptor verdrängen und können durch Flumazenil antagonisiert werden. Sie werden v. a. bei Einschlafstörungen eingesetzt und sind dabei den BZD aufgrund der geringeren Eliminationshalbwertszeiten (Zaleplon 1 Std., Zolpidem 1 bis 3,5 Std., Zopiclon 5 Std.) und eines geringeren Abhängigkeitspotenzials vorzuziehen. Z. eignen sich wegen ihrer präferenziellen Wirkung an Benzodiazepinrezeptoren mit einer α1-Untereinheit nicht zum Einsatz als Tranquilizer. Die unerwünschten Wirkungen der Z. sind mit denen von BZD vergleichbar. Vergleichbar sind auch die Absetzreaktionen, bei denen innere Unruhe, Angst, Schlaflosigkeit, Tachykardie, Schwitzen und Parästhesien auftreten können. Selten wurden unter der Gabe von Z. unbewusste, komplexe Handlungen («sleep driving» (Führen eines Kraftfahrzeuges), Kochen, Essen, Telefonieren oder auch Geschlechtsverkehr in einem schlafwandlerischen Zustand, ohne nachfolg. Erinnerung) beschrieben. Das Risiko für diese Phänomene scheint durch gleichzeitigen Genuss von Alkohol bzw. Einnahme anderer sedierender Substanzen erhöht zu sein. Ähnlich wie bei BZD werden auch unter Z. selten paradoxe Disinhibitionsphänomene mit Agitiertheit, Euphorisierung, Erregungszustände, Schlaflosigkeit und Aggressivität beobachtet. Aufgrund des Abhängigkeitspotenzials sollte die Behandlungsdauer mit Z. so kurz wie möglich sein.