Ziele, gesundheitsbezogene

 

(= g.Z.), [engl. health-related goals, health targets], [GES], (1) Inhaltsdimension persönlicher Ziele, die auf die Herstellung und Erhaltung der Gesundheit bzw. die Vermeidung von Krankheit ausgerichtet sind. G.Z. sind wichtige Wirkfaktoren in der g. Selbstregulation, da sie aufmerksamkeitslenkend und verhaltenssteuernd wirken (Zieltheorien). Wie bei anderen Zielinhalten auch, lassen sich g.Z. anhand der Konkretheit, zeitlichen Erstreckung, Wichtigkeit, Umsetzbarkeit, des Schwierigkeitsgrades und der Fortschritte bei der Zielerreichung charakterisieren. In einer Reihe von Gesundheitsverhaltensmodellen (etwa dem Health Action Process Approach) sind g.Z. zentrale Komponenten der Initiierung und Aufrechterhaltung gesundheitsbezogenen Verhaltens (Gesundheitsverhalten) und damit auch Ansatzpunkt von Interventionen. (2) Gegenstand von Public-Health-Aktivitäten und der Gesundheitspolitik im Sinne nationaler oder internationaler g.Z. In Deutschland existiert seit Ende 2000 der Kooperationsverbund gesundheitsziele.de, in dessen Rahmen wesentliche Akteure des Gesundheitswesens gemeinsam definieren, welche g.Z. vorrangig verfolgt und gefördert werden. Bisher wurden nationale g.Z. zu sieben Themen entwickelt: Diabetes, Brustkrebs, Tabakkonsum, gesund aufwachsen, Patientsouveränität, depressive Erkrankungen (Depression), gesund älter werden. Für diese Bereiche werden Empfehlungen formuliert und Maßnahmenkataloge vorgeschlagen, die die Gesundheitsversorgung und damit den Gesundheitszustand der Bevölkerung verbessern sollen. [http://gesundheitsziele.de/cgi-bin/render.cgi?__cms_page=nationale_gz].

Referenzen und vertiefende Literatur

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