Zufall

 

(= Z.) [engl. chance], [FSE], (1) das Zusammentreffen von zwei oder mehr Einzelerscheinungen, ohne dass ein innerer Zusammenhang (Zusammengehörigkeit, kausale Abhängigkeit; Kausalität) besteht; im Alltag wird auch bei geringer Wahrscheinlichkeit des Zusammentreffens, unabhängig davon, ob ein innerer Zusammenhang besteht oder nicht, von Z. gesprochen. (2) Bei Massenerscheinungen ist Z. die Gesamtheit aller nicht erfassbaren oder als unwesentlich vernachlässigten Einflüsse auf die Größe einer Beobachtungsvariablen (Fehler). Die meistens biol., psychol. und sozialen Phänomene sind so komplex, dass es nicht möglich ist, sämtliche Ursachen für die Variation von Beobachtungen zu erfassen. Mit Methoden der Statistik wird daher versucht, den Anteil an Z. zu eliminieren (z. B. durch Bildung von Mittelwerten (Maße der zentralen Tendenz) bzw. in seiner Größe zu bestimmen (z. B. Standardabweichung). Messtheorie, Signifikanztest.